Souveränität bis zur Anwendung

Cloud&Heat und Cloudogu realisieren den ersten offenen Stack von der Infrastruktur bis zum Tool.

Technische Details:

Der gemeinsame Stack verbindet vier offene Schichten zu einer durchgängig souveränen Architektur:

  • SCS-zertifizierte OpenStack-Infrastruktur auf Basis von Cloud&Heat Patron, verwaltet über das Lifecycle-Management-Tool Yaook
  • Kubernetes-Bereitstellung und -Verwaltung via Tarook
  • Cloudogu EcoSystem als Open-Source-Betriebsplattform mit Single Sign-on, zentralem User Management und LDAP-Integration
  • Integrierter KI-Assistent mit konfigurierbarem Anbieter (On-Premise oder europäischer Cloud)
  • Modulare Tool-Stacks, z.B.: Projektmanagement (Redmine, OpenProject, BlueSpice Wiki), Softwareentwicklung (Git-Server, statische Codeanalyse, Artifact Repository), PMFlex, DevOps, Supply Chain Security
  • LowOps-Betrieb: automatisiertes Monitoring, Backup und Updates
  • Automatisiertes Cloud-Switching für inkrementellen, unterbrechungsarmen Workload-Umzug zwischen Infrastrukturangeboten

Die Architektur eignet sich besonders für Organisationen mit hohen Anforderungen an digitale Souveränität, Mandantentrennung und Wechselfähigkeit – vom Rechenzentrum bis zum Arbeitsplatz.

Realisiert von:

Realisiert mit:

Zertifizierter Integrator

Ausgangslage

Digitale Souveränität endet nicht bei der Infrastruktur. Sie zeigt ihren vollen Wert erst dort, wo Menschen täglich damit arbeiten – in ihren Tools, Anwendungen und Prozessen. Genau hier setzt die Zusammenarbeit von Cloud&Heat Technologies und Cloudogu an: Gemeinsam stellen sie erstmals einen vollständigen Open-Source-Stack vor, der SCS-zertifizierte Infrastruktur mit einer souveränen Betriebsplattform für Toolstacks verbindet – und damit Wahlfreiheit und Herstellerunabhängigkeit auf jeder Ebene realisiert.

SCS-konforme Infrastruktur schafft eine verlässliche, offene Basis für Cloud-Dienste. Doch für Organisationen, die wirklich unabhängig agieren möchten, reicht das allein nicht aus: Solange die Anwendungsebene – also die Tools, mit denen Mitarbeitende täglich arbeiten – proprietär oder an einzelne Anbieter gebunden bleibt, ist Souveränität unvollständig. Genau diese Lücke wollten Cloud&Heat und Cloudogu schließen. Der Ausgangspunkt war die Forderung des Deutschland-Stacks nach „Wechselfähigkeit zwischen Betreibern und Anbietern“ als Mindestkriterium für digitale Souveränität. Für beide Unternehmen war klar: Ein solcher Anspruch lässt sich nur mit einem durchgehend offenen Stack einlösen – von der physischen Infrastruktur bis zu den Endanwendenden.

Vorgehen

Den Kern des gemeinsamen Ansatzes bildet „Cloud&Heat IaaS“ – die SCS-zertifizierte Infrastrukturlösung von Cloud&Heat, die Interoperabilität, Transparenz und digitale Souveränität nach offenen Standards nachweislich gewährleistet und damit die Grundlage bildet, auf der der gesamte Stack aufsetzt. Betrieben wird die Infrastruktur unter anderem am Dresdner Standort beim Partner IBH, angebunden an den Internet-Exchange-Punkt DDX für latenzarmen Datenaustausch. Für Cloudogu ist genau das entscheidend: Als Betriebsplattform, die Infrastrukturunabhängigkeit verspricht, bedeutet SCS in der Praxis eine einheitliche API anstelle individueller Skripte pro Cloud-Anbieter – ein erheblicher Gewinn an Wartbarkeit und Portabilität. Die Möglichkeit dafür soll im Rahmen der Zusammenarbeit durch eine Weiterentwicklung der offenen Standards geschaffen werden. SCS ist damit nicht nur ein Qualitätsmerkmal der Infrastruktur, sondern die technische Voraussetzung dafür, dass das Versprechen echter Wechselfähigkeit für Endanwendende überhaupt einlösbar wird.

Ergebnis

Die Kombination beider Plattformen schafft erstmals eine durchgehende, nachweisbare Souveränität: Transparenz, Datensouveränität und Wechselfähigkeit gelten nicht nur für die Infrastruktur, sondern für den gesamten Stack bis hin zu den Endanwendenden – und das ist im Arbeitsalltag spürbar. Nutzerinnen und Nutzer melden sich einmalig an und bewegen sich über ein übergreifendes Menü nahtlos über alle Tools zwischen Projektmanagement, Dokumentation und Softwareentwicklung. Menü und Single-Sign-On funktionieren für alle Tools gleich und ohne weitere Konfiguration, was die Wechselfähigkeit zwischen Tool-Anbietern erhöht. Der integrierte KI-Assistent greift auf Daten aus allen Tools zu – und das mit einem frei konfigurierbaren Anbieter: Organisationen entscheiden selbst, ob KI-Inferenz On-Premise oder über einen europäischen Anbieter läuft. Kein Datentransfer in nicht-europäische Clouds, keine Abhängigkeit von einem einzigen Modelllieferanten. Und sollte sich eine Organisation entscheiden, den Infrastrukturanbieter zu wechseln, ermöglicht das automatisierte Cloud-Switching einen inkrementellen, risikoarmen Umzug der Workloads – ohne Betriebsunterbrechung, ohne Vendor Lock-in. Das Ergebnis ist ein Stack, der nicht nur technisch offen ist – sondern der Wahlfreiheit im Arbeitsalltag real erfahrbar macht.

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